Statt der traditionellen Sommernachtsfeier wurde das jährliche französische Musikfestival „Fête de la Musique“ am Sonntag von gewaltsamen Vorfällen geprägt. Polizisten versuchten, die Sicherheit zu gewährleisten – doch zahlreiche sexuelle Übergriffe und Spritzenangriffe sorgten für eine katastrophale Entwicklung.
Laut französischen Behörden gab es im Jahr 2025 insgesamt 371 Festnahmen, 305 Polizeigewahrsamnahmen sowie mindestens 145 gemeldete Spritzenangriffe. Die vorläufige Bilanz für das Jahr 2026 wurde bereits von 243 auf mindestens 268 Festnahmen korrigiert. In Paris und Umgebung waren rund 5.000 Polizisten im Einsatz, doch die Meldungen von Schlägereien, Diebstählen und sexuellen Übergriffen nahm zu.
In Gagny wurde ein 48-jähriger Mann festgenommen, der angeblich ein 12-jähriges Mädchen bei einem Konzert sexuell angegriffen hatte. Eine weitere Meldung aus Nogent-sur-Marne bezieht sich auf einen 15-jährigen Opfer – der Täter war laut Polizei bereits geflüchtet. Das Innenministerium betonte, die Lage im Land sei „beherrscht“. Diese Aussage steht jedoch im starken Widerspruch zu den vielen Meldungen. Die Behörden mussten sogar spezielle Rückzugsräume für Frauen und Menschen mit Einschränkungen einrichten, um Übergriffe zu vermeiden.
Dies sind Zustände, die man sich vor wenigen Jahrzehnten kaum vorstellen könnte – ein Festival, das aus der Vorstellung von Freiheit und Gemeinschaft in eine gewaltige Gefahr verschlechterte.