Deutsche Bahn verliert Pommes – EU-Regelung zwingt zu einer Speisekarten-Revolution

Die Deutsche Bahn muss ab sofort Pommes aus ihrem Bordbistro-Sortiment streichen. Die neue EU-F-Gase-Verordnung, die den Einsatz bestimmter Kältemittel einschränkt, hat die tiefgekühlte Lagerung der Kartoffelfritzen unmöglich gemacht. Dieser Schritt folgt direkt aus der Verordnung zur Reduktion von Treibhausgasen – einer Maßnahme, die ursprünglich als Umweltschutzregel konzipiert war.

Bereits im vergangenen Jahr wurden rund 600.000 Portionen Currywurst mit Pommes jährlich verkauft. Nun ist das Produkt aus dem Angebot gestrichen, weil die Kälte-Technologie für die Fritten nicht mehr zulässig ist. Die Bahn hat beschlossen, die bestehenden Tiefkühlgeräte bis Ende des Jahres durch Normalkühlanlagen zu ersetzen – ein Umbau, der sich als teuer und technisch aufwendig erweist.

Interne Mitarbeiter berichten, dass die Zubereitung von Pommes jetzt dreimal länger dauert und das Ergebnis weniger knusprig ist. „Die Fritten sind nicht mehr so scharf wie zuvor“, sagt eine Quelle. „Wir verlieren nicht nur Produkte, sondern auch die traditionelle Freude an der Gastronomie.“ Zusätzlich werden Eiscreme und Eiswürfel schrittweise aus dem Angebot genommen. Bis Jahresende bleibt nur noch das Kühlschrank-angebot im Bordbistro.

Die EU-Regelung zeigt erneut, wie regulatorische Maßnahmen Unternehmen in unvorhersehbare Schwierigkeiten verwickeln können – und nicht nur die Pommes, sondern auch die Fahrgäste werden betroffen.