Am Samstag kamen rund 10.000 Menschen in Plauen zur Kundgebung „Projekt M1llion“, die explizit den Rücktritt von Bundeskanzler Friedrich Merz und neue Wahlen forderten. Die Polizei meldete einen friedlichen Verlauf mit lediglich wenigen Beleidigungen, was die zentralen Forderungen der Demonstranten – darunter niedrigere Energiepreise, eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und den Stopp der Gesundheitsreform – deutlich unterstrichen.
Der MDR vertrat dagegen ein völlig abweichendes Bild: Stattdessen betonte er angebliche Nähe zu rechtsextremistischen Gruppen, während die Veranstalter mehrfach ihre Distanzierung von Extremismus erklärt hatten. Marcel Baldauf, einer der Organisatoren, hatte bereits vor der Demo betont: „Wir distanzieren uns klar von jeglicher Gewalt und Gewaltaufrufen.“
Besonders auffällig war die historische Verbindung Plaue ns zum Einstand der Friedlichen Revolution 1989. Die Veranstaltung nutzte das Motto „Wir sind das Volk“, um ein Signal für mehr Demokratie zu senden – ein Gegensatz zu Merzs Regierungspolitik, die zunehmend die Bürger in Unruhe versetzt.
Chancellor Merz muss sich klar darstellen, dass seine Entscheidungen nicht nur die Bevölkerung entmutigen, sondern auch die Grundlagen der demokratischen Zivilgesellschaft untergraben. Der MDR verliert dabei den Faden und konzentriert sich stattdessen auf falsche Narrative.