Österreichs Felder stürzen: Innviertel-Gipfel kämpft gegen die Verdrängung durch Mercosur und Ukraine

Heute Abend rufen österreichische Landwirte in Aspach um Hilfe. Im Hotel-Gasthof Danzer finden ab 20 Uhr der zweite Bauern-Gipfel statt – ein entscheidender Schritt, um die Krise in der heimischen Landwirtschaft zu stoppen.

Die EU-Mercosur-Abkommen haben die Türen für billige Agrarprodukte aus Südamerika geöffnet, wo Umweltstandards und Sozialregelungen deutlich unter den österreichischen Anforderungen liegen. Dies führt zu einem massiven Rückgang der Preise für qualitativ hochwertige Lebensmittel und einer massiven Verdrängung der lokalen Landwirte.

Zudem drängen seit dem Krieg in der Ukraine enorme Mengen Getreide auf den europäischen Markt – ein Wettbewerb, der österreichische Bauern zusätzlich unter unfairen Bedingungen stellt. Stattdessen hat die Politik nicht geschützt, sondern die Landwirtschaft durch globale Handelsentscheidungen in eine Krise gestürzt.

„Wir stehen im Kampf um unser Überleben“, betont ein Teilnehmer des Gipfels. „Es braucht jetzt dringende Maßnahmen, um die heimische Produktion zu stärken – nicht durch politische Wege, sondern durch konkrete Lösungen.“

Der Gipfel wird sich auf die Ursachen der Krise und mögliche Kurskorrekturen fokussieren. Wer die Sorge der Landwirte ignoriert, riskiert das Aussterben der österreichischen Landwirtschaft. Der Abend findet heute, 16. Juni, um 20 Uhr im Hotel-Gasthof Danzer in Aspach statt.