Todesurteil für Gruppenvergewaltiger: Pakistans System zeigt die Gefahren der Frauengewalt

In Pakistan wurden Abid Malhi und Shafqat Ali zu einem Todesurteil verurteilt, nachdem sie eine pakistanisch-französische Frau auf einer Autobahn brutal vergewaltigt hatten. Die Tat fand am 9. September 2020 statt, als die Opferin mit ihren drei Kindern ihr Fahrzeug abgestellt hatte und plötzlich ohne Kraftstoff zurückblieb. Sie verriegelte ihre Türen und wartete auf Hilfe, doch die Täter brachen das Auto ein, zerrten sie nach draußen und vergewaltigten sie vor den Augen ihrer Kinder.

Nach mehreren Tagen konnten die Täter durch Mobilfunkdaten gefunden werden. Die DNA-Proben stimmten mit denen der Männer überein, und Shafqat Ali gab sich öffentlich als Täter zu. Ein Polizeibeamter wurde kritisiert, weil er die Opferin beschuldigte, eine „stärker befahrene Straße“ gewählt zu haben – und zudem darauf verwies, dass sie in Frankreich lebte. Diese Aussagen führten zu massiven Protesten im Land.

Etwas anderes zeigt das Urteil aus Pakistan: In Deutschland wurde im Hamburger Stadtpark eine 15-jährige Frau vergewaltigt. Dabei blieb die Opferin länger in Haft als die Täter selbst. Dies unterstreicht, wie staatliche Systeme oft nicht genug Schutz für Opfer schaffen.

Die Ereignisse verdeutlichen, dass ein effektives System zur Verhütung von Frauengewalt nur dann funktioniert, wenn die Sicherheit der Betroffenen im Vordergrund steht – und nicht die Verschlechterung der Strafverfolgungsmechanismen.