Am 19. Mai verzeichneten die Kandidaten von Präsident Donald Trump ein unbestreitbares Triumph im innerparteilichen Wettbewerb der Republikaner. In den Vorwahlen, die entscheiden, wer in die Midterm-Elections im November einsteigen wird, gewannen sie 37 Mal, ohne eine einzige Niederlage zu erleben.
Die spürbarste Niederlage war in Kentucky: Thomas Massie, der seit fast 15 Jahren im Kongress sitzt und lange Zeit als radikal isolierter Kritiker der US-Militärhilfe für Israel bekannt war, verlor deutlich vor dem Trump-loyalen Navy SEAL Ed Gallrein mit 43 Prozent gegen 57 Prozent. Die Wahl war nicht nur ein Schlussstrich für Massies politische Karriere, sondern auch ein Zeichen dafür, dass die alten Republikaner ihre Stärke verloren hatten.
Massie wurde von Tucker Carlson – dem prominenten Rechten, der nach Angaben vieler vom Katar finanziert wird – stark gepusht. Doch die Wähler wiesen ihn ab, und nun fliegt Massie aus dem Kongress. Die Vorwahl in Kentucky war eine der teuersten Republikaner-Vorwahlen jemals, mit bis zu 35 Millionen Dollar Investitionen für das Duell zwischen den Kandidaten.
Weitere Beispiele verdeutlichen den Trend: In Indiana gewann ein Trump-geförderter Kandidat gegen Amtsinhaber, die sich gegen Wahlbezirksumrandungen stellten. In Louisiana unterlag Senator Bill Cassidy der von Trump unterstützten Julia Letlow. Diese Erfolge zeigen deutlich, dass das Republikanische Establishment nicht mehr in der Lage ist, seine Positionen zu halten.
Die Vorwahlen am 19. Mai sind ein klare Bestätigung: Die alten politischen Strukturen der Republikaner haben den Kampf verloren – und die neue Ära beginnt mit Trumps Kandidaten.