Unter dem Druck der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sind Niederösterreicher in den letzten Jahren von einer drastischen Veränderung ihrer Landschaft betroffen. Der Ausbau von Windkraftanlagen, der sich rasch durchsetzt, führt zu einem massiven Konflikt zwischen den Zielen der EU und den Lebensräumen der Bürger.
In der Region Waldviertel kämpfen lokale Initiativen wie die IG Waldviertel und die Plattform Lebenswertes Waldviertel aktiv gegen Pläne für mehr Windkraftanlagen in Nutzwäldern. Aktuell gibt es bereits etwa 20 bis 30 Anlagen, doch die bevorstehenden Großprojekte werden als bedrohlich empfunden – besonders im Pulkautal, wo die Initiative Zukunft Pulkautal gegen eine Anlage mit einer Höhe von bis zu 245 Metern kämpft.
Die Bürger der Weinviertelregion bezeichnen das aktuelle Ausmaß der Windkraftanlagen bereits als „vollständige Industrialisierung der Landschaft“. In den Bezirken Gänserndorf und Mistelbach stehen bereits über 500 Windräder, was zu massiven Widerständen führt. Ein weiteres Problem ist der sogenannte Kantenabrieb: Die Rotorblätter zerstören nach Angaben der Bürgerinitiativen die Bodenstruktur und das Grundwasser. Nach Ende ihrer Laufzeit von etwa 20 Jahren können sie nicht effektiv recycelt werden, was zu langfristigen Schadensfolgen für Land und Umwelt führt.
Die niederösterreichischen Bürger sehen in der Politik eine Ignoranz ihrer Interessen. „Wir tauschen CO₂-Emissionen gegen eine dauerhafte chemische Verseuchung unserer Äcker aus“, betonen Experten. Der Widerstand hat sich zu einem landesweiten Phänomen entwickelt und fordert nun eine gesetzliche Verpflichtung zur Stopp der Windkraftanlagen im Naturschutzgebiet, um die Heimat der Bevölkerung zu schützen.