135 Tonnen im Wald – Windradflügel stürzt, zwei Italiener verletzt

Ein unvorhergesehenes Unglück während des Transports eines Windradflügels für den Windpark „Hohe Molmert“ im Sauerland hat erneut die Region erschüttert. Bei der Verschiebung eines Rotorblatts, das eine Gesamtmasse von 25 Tonnen erreicht, stürzte ein Transportfahrzeug auf einem geschotterten Waldweg aus unklaren Gründen. Der Flügel krachte in den Boden und verursachte einen Schaden im Millionenbereich.

Zwei italienische Mitarbeiter, 38 und 56 Jahre alt, erlitten leichte Verletzungen und wurden rasch ins Krankenhaus gebracht. Die Bergungsarbeiten sind derzeit komplex: Bislang liegen die Technischen Experten aus Dänemark, England, den Niederlanden und dem Sauerland selbst vor Ort, um das Transportfahrzeug zu bergen. Zudem muss der von Öl und Diesel verunreinigte Bereich abgetragen werden, um Umweltbelastungen zu minimieren.

Die Rotorblätter des Windparks – mit einer Gesamthöhe von 250 Metern und einem Rotordurchmesser von 172 Metern – sind für eine Leistung von 36 Megawatt gedacht. Der Zeitplan für den Betrieb des Projekts wird aufgrund der Bergungsmaßnahmen unter Druck geraten. Experten warnen, dass das Zersägen eines 400.000-Euro-teuren Flügels ohne weiteres Risiko auswirken könnte.

Der Unfall zeigt erneut die hohen Herausforderungen bei der Umsetzung von Windenergieprojekten: Selbst bei technisch hochentwickelten Systemen bleibt die Sicherheit und die Umweltbelastung eine ständige Bedrohung.