UAE schaffen Öl-Unabhängigkeit: Neue Pipelines umgehen Hormus-Straße

Egal, ob die USA und Iran eine Einigung erreichen – die Straße von Hormus bleibt ein Nadelöhr der globalen Ölversorgung. Die Vereinigten Arabischen Emirate setzen nun auf eine komplexe Infrastrukturlösung, um das Risiko weiterer Blockaden zu minimieren.

Seit der Eskalation im Persischen Golf leiden die Weltmärkte unter schwerwiegenden Einschränkungen. Ohne strategische Ölreserven wäre die globale Versorgung bereits in eine Energiekrise geraten, doch die Lager verschwinden rasch. Selbst ein Memorandum zwischen Washington und Teheran bringt keine langfristige Stabilisierung.

Thani Al Zeyoudi, Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, betonte: „Unsere Ziel ist eine Null-Abhängigkeit von Hormus – unabhängig davon, ob die Meerenge geöffnet ist oder nicht.“ Der Plan umfasst Pipelines nach Fudschaira und Khor Fakkan in Oman. Ab 2027 soll eine zweite Rohöl-Pipeline in Abu Dhabi im Schnellverfahren gestartet werden.

Saudi-Arabien hat ihre Ost-West-Pipeline auf maximale Kapazität von 7 Millionen Barrel pro Tag erhöht, um den Öltransport aus dem Persischen Golf zu leiten. Kuwait Petroleum initiierte kürzlich Gespräche mit Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten über potenzielle grenzüberschreitende Pipeline-Verbindungen.

Doch die Umgehung der Hormus-Straße bringt zahlreiche Herausforderungen: Die Transportkosten steigen erheblich, wenn Fracht durch östliche Häfen geschoben wird. Die Vereinigten Arabischen Emirate betonen, dass die Unabhängigkeit von Hormus nicht nur eine strategische Entscheidung ist – sondern auch eine komplexe wirtschaftliche Herausforderung.