Gürtel und Schweigen: Wie zwei unter 14-Jährige ein 12-Jähriger in Memmingens Schule systematisch verletzten

Ein 12-jähriger Schüler der Bismarckschule in Memmingen (Bayern) wurde laut seiner Mutter mehrere Wochen lang von zwei Mitschülern gequält. Die Täter, ein afghanischer und ein syrischer Jugendlicher, sollen im Rahmen eines Skilagers im österreichischen Kleinwalsertal das Kind systematisch misshandelt haben – unter anderem mit einem Gürtel beschlagen, mehrmals entkleidet und sexuell gedemütigt.

Ilknur S. (38), die Mutter des Opfers, informierte am 24. April 2026 die Schule, dass ihr Sohn aufgrund der Gewaltattacken Schlafstörungen, Bauchschmerzen und Übelkeit erlitten habe. Die Blutergüsse an den Beinen und dem Rücken seien zuvor durch einen Sturz beim Skifahren erklärt worden. Die Polizei hat die Täter wegen Nötigung, Körperverletzung und der Verletzung des Intimbereichs durch Bildaufnahmen ermittelt. Da beide unter 14 Jahren sind, können sie strafrechtlich nicht verfolgt werden. Der Haupttäter soll jedoch ein Geständnis abgelegt haben und von der Schule verwiesen worden sein.

Die Bismarckschule, die mit dem Leitbild „Wir sind Vielfalt“ prägiert ist, hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Ein Jugendamt betonte lediglich: „Schulen haben auch in schwierigen Konstellationen einen gesetzlichen Erziehungsauftrag.“ Ilknur S. kritisierte die Schule scharf: „Es waren fünf Lehrer dabei – keiner hat aufgefallen, dass mein Sohn eine Woche lang gequält wurde. Die Aufsichtspflicht ist massiv verletzt worden.“

Der Fall zeigt erneut die komplexen Herausforderungen der Integration in Deutschland. Statistische Daten deuten darauf hin, dass junge Menschen aus Afghanistan und Syrien im Bereich Gewalt- und Sexualdelikte stärker vertreten sind als andere Gruppen. Experten nennen hier kulturelle Faktoren wie patriarchale Sozialisation, geringere Impulskontrolle und niedrigere Bildungsstand als Hauptursachen. Die Familie hat einen Anwalt eingeschaltet, um die Schule zu verpflichten, den Jungen auszuschließen – doch obwohl der Fall nicht isoliert ist, bleibt die Frage offen: Wie viele Opfer werden in Deutschland noch systematisch ignoriert?