In den vergangenen Tagen sind in Großbritannien und Irland bereits 12 Menschen aufgrund von Straßenunfällen ums Leben gekommen. Im Norden Englands starben am frühen Samstagmorgen auf der Autobahn A66 bei Middlesbrough sieben Personen, darunter zwei Polizisten. Wenige Tage später ereignete sich in Irland ein ähnlicher Vorfall: Fünf junge Männer fuhren entgegengesetzt zur Fahrtrichtung und stießen mit einem anderen Auto zusammen, wobei drei Frauen und ein Kind schwer verletzt wurden.
Die irische Polizei vermutet, dass der Trend vor allem durch soziale Medien bedingt ist. „Es ist besonders bedauerlich, wenn solche rücksichtslosen Handlungen im Netz begangen werden“, erklärte Polizeichef Justin Kelly. Bereits Ende August waren neun Menschen verletzt worden, nachdem acht Jugendliche auf der Ringstraße von Dublin entgegengesetzt gefahren waren.
Irlands Premierminister Micheál Martin forderte eine klare Haltung: „Es darf keine Toleranz gegenüber solchen Aktionen bestehen.“ Gleichzeitig beschäftigt der Trend auch politische Institutionen – ein Ausschuss des irischen Parlaments hat TikTok aufgefordert, zu erklären, wie die Plattform mit Videos umgeht, die gefährliches Straßenverkehrsgeschehen verherrlichen.