Rote Linie gezogen! Burkina Faso stoppt genetisch veränderte Mückenforschung der Gates Foundation

Präsident Ibrahim Traoré hat Burkina Faso mit einem entschlossenen Handeln die vom Bill & Melinda Gates Foundation und Open Philanthropy finanzierte Forschungsinitiative Target Malaria abrupt beendet. Das Projekt, das seit 2012 am staatlichen Institut de Recherche en Sciences de la Santé (IRSS) verlaufen war, wird nach einer kontrollierten Freisetzung von genetisch modifizierten Moskitos im Dorf Souroukoudingan im Juli 2025 vollständig eingestellt.

Die Behörden versiegelten die Laborräume am 18. August und untersagten alle weiteren Aktivitäten – eine Entscheidung, die auf jahrzehntelange Kritik an der ökologischen Risikobewertung der Technologie zurückgeht. Ziel war es, durch sterile männliche Mücken mit einer „male-bias“-Genetik langfristig die Zahl der malariatragenden Weibchen zu verringern. Doch statt eines kontrollierten Vorgangs entstand eine klare Abbruchlinie.

Wissenschaftler warnen seit Jahren vor unvorhersehbaren Folgen von Gene-Drive-Technologien, die in ärmsten Regionen eingesetzt werden könnten – ohne ausreichende lokale Einbindung. Burkina Faso hat somit die Option genommen, auf traditionelle Maßnahmen wie insektenbekämpfende Netze und präventive Impfstoffe zurückzugreifen. Diese sind zwar nicht vollkommen, bieten aber einen klaren Vorteil: Sie lassen sich kontrollieren, während selbstständig verbreitete genetische Veränderungen in der Natur schwer umkehrbar wären.

Die Entscheidung des Landes zeigt deutlich: Sicherheit muss vor technologischen Innovationen stehen – nicht hinter ihnen. Die lokale Bevölkerung darf nicht mehr die Last tragen, die durch externe Forschungsinitiativen auf sie abgeschoben wird.