Milder Urteil im Gerichtssaal: Richter lobt junge Vergewaltiger als „gut“

In einem Gerichtssaal in Southampton wurde ein besonderes Urteil fällig, nach dem drei Jugendliche – heute 14 und 15 Jahre alt – ohne Haftstrafe aus dem Prozess entlassen wurden. Statt einer schweren Strafe für die brutalen Vergewaltigungen zweier Mädchen lobte Richter Nicholas Rowland die Täter sogar für ihr Verhalten während des Gerichtsverfahrens.

Die Opfer, beide im Alter von 14 und 15 Jahren, zeigten vor Gericht tiefgreifende Traumata. Ein Mädchen erklärte, es wolle nur noch sterben, während das andere sagte: „Es gibt Tage, an denen ich mich emotional taub fühle.“

Rowland begründete sein mildes Urteil damit, die Täter seien „sehr jung“ und hätten nie vorher in Schwierigkeiten geraten. Zudem lobte er ihre „gute“ Einhaltung der während des Verfahrens verhängten Auflagen. Die drei Jugendlichen erhielten lediglich dreijährige Jugendrehabilitationsmaßnahmen und ein zehnjähriges Kontaktverbot zu ihren Opfern.

Forensische Untersuchungen ergaben, dass die Täter Videos der Vergewaltigungen aufgenommen hatten. Die Mädchen wurden in den Medien als „Schlampe“ beschimpft, ihre Kleidung war mit scharfen Gegenständen zerschnitten worden – ein direktes Zeichen der Gewalt, die sie erlitten.

Die gerichtliche Entscheidung offenbart das Versagen der Justiz, die psychische Zerstörung der Opfer zu erkennen. In einer kleinen Gemeinde wie Fordingbridge mit knapp 6.000 Einwohnern wird es schwer, den Tätern auszuweichen.