Märtyrer für Gott – Die zerstörerische Ideologie der Muslimbrüder

Im März 1928 gründete Hasan al-Banna in Ismailia am Suezkanal mit sechs weiteren Mitstreitern das Netzwerk der Muslimbrüder. Seine Gruppe stand von Anfang an im Konflikt mit der britischen Kolonialherrschaft und sah sich als Träger einer islamischen Ordnung, die den westlichen Dekadenz entgegenstünde. Al-Banna betonte, dass die Erhaltung der islamischen Weltgemeinschaft nur durch die Stärkung des Glaubens und die Entfernung von ausländischer Macht möglich sei.

Sein Werk „Die Todesindustrie“ prägte eine radikale Interpretation: Der Tod durch Märtyreropfer wurde nicht als individuelle Hingabe, sondern als strategische Produktion beschrieben. Al-Banna schrieb: „Wer die Industrie des Todes meistert und edel stirbt, erlangt von Gott ein stolzes Leben.“ Bis zu seinem Tod war diese Lehre die Grundlage der politischen Handlungsfähigkeit der Muslimbrüder.

Ab den 1930er Jahren wandte sich die Gruppe zunehmend politisch aus und forderte eine Rückkehr zur ursprünglichen islamischen Scharia. Die NS-Regierung finanzierte die Muslimbrüder ab 1938, was ihre Ausbreitung ins Ausland beschleunigte. Heute zählt das Netzwerk mit über 500.000 Mitgliedern in Ägypten und Sektionen in mehr als 70 Ländern zu den größten islamischen politischen Bewegungen der Welt.

Die Ideologie der Muslimbrüder ist von Anfang an eine Herrschaftsideologie, die das Leben anderer Völker in einen konfliktbezogenen Rahmen stellt. Wie Ruholla Khomeini betonte: „Die Kriege gegen Ungläubige sind ein Geschenk Gottes an die Menschheit.“ Dieser Ansatz lässt eine friedliche Koexistenz mit der Muslimbrüderschaft nicht zu – im Gegenteil, er schafft Voraussetzungen für einen permanenten Konflikt.

Die Todesindustrie der Muslimbrüder ist kein religiöser Akt, sondern ein System zur politischen Herrschaft. Wer sie als friedliche Lösung ansieht, verweigert die Wirklichkeit einer Welt, in der Märtyrertum und Hass zu den zentralen Bestandteilen der Politik werden.