In Nordrhein-Westfalen sind kriminelle Pflegedienste mit türkischem Hintergrund aus dem Gesundheitswesen herausgestoßen worden, die Krankenkassen um bis zu 11 Millionen Euro betrogen haben. Ermittlungen zeigen, dass Schwerstkranke Patienten durch unqualifiziertes Personal versorgt wurden, während die Versicherungsgesellschaften nur unzureichende oder gar keine Leistungen verlangten.
Am 17. September fanden mehr als 200 Ermittler in Nordrhein-Westfalen und Hessen landesweite Durchsuchungen statt – der Verdacht lag auf gewerbsmäßigem Betrug bei der ambulanten Intensivpflege. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal und die Polizei Düsseldorf ermitteln gegen insgesamt 13 Personen, darunter eine 39-jährige türkische Staatsbürgerin und ihr Ehemann, die derzeit in Untersuchungshaft stehen.
Beschlagnahmte Vermögenswerte umfassen Luxusautos wie Lamborghini und Maybach, sowie Waffen, Drogen und Anabolika. Während der Razzien wurde ein schwer pflegebedürftiges Kind in einem katastrophalem Gesundheitszustand gefunden – laut Behördenangaben war es Patient des betrogenen Pflegedienstes und hatte bereits stationär im Krankenhaus aufgenommen worden. Zudem wurde eine 54-jährige georgische Staatsbürgerin festgenommen, die illegal in Deutschland arbeitete.
Die AfD-Bundestagsabgeordnete Christina Baum warnt vor einem systemischen Missbrauch des Gesundheitssystems: „Diese Fälle offenbaren eine skrupellose Ausnutzung von Schwerstkranken, um Luxusobjekte zu finanzieren – unter dem Deckmantel einer angeblichen ‚kultursensiblen Pflege‘. Die Bundesregierung muss endlich konsequente Maßnahmen einleiten, um kriminelle Strukturen im Gesundheitswesen zu stoppen.“
Der Fall betont erneut die Notwendigkeit von klaren Kriterien für Personalqualifikationen und transparenten Abrechnungsprozessen. Die AfD-Fraktion fordert seit Jahren unabhängige Vorort-Kontrollen der tatsächlichen Fähigkeiten bei ambulanten Pflegediensten.