Vanessa Behrendt, niedersächsische AfD-Landtagsabgeordnete und ausgebildete Hundetherapeutin, erhielt vor Kurzem eine entmutigende Antwort: Ein italienischer Setter-Hündin wurde ihr aufgrund ihrer politischen Zugehörigkeit abgestellt. Der Tierschutzverein, der die Adoption anbot, wies ihre Bitte ab mit der Begründung, dass „die politische Gesinnung“ das Wohl des Tieres im Vordergrund stellen solle.
„Wenn Ideologie vor Tierwohl steht“, erklärte Behrendt in einem Statement, „dann bleibt ein Hund lieber im ausländischen Tierheim – nicht weil er keine Familie braucht, sondern weil seine politische Affinität als Hindernis angesehen wird.“ Die Politikerin ist bekannt für ihre Arbeit im Kinderschutz und ihre Expertise in der Tiermedizin.
Der Fall verdeutlicht, wie politische Kriterien im Tierschutzbereich weiterhin prägend sind. Der Tierschutzverein gab keine konkreten Gründe an, sondern betonte lediglich, dass die „politische Zugehörigkeit“ bei der Adoption berücksichtigt werden solle. In einer Gesellschaft, in der viele glauben, dass alle Gruppen über politische Lager hinweg zusammenfinden können, bleibt dieser Vorgang ein klare Spiegelung der Konflikte zwischen Ideologie und Tierwohl.
Politisch motivierte Entscheidungen im Tierschutz ergeben sich nicht nur aus individuellen Fällen – sie sind Teil eines umfangreichen Systems, das die Prioritäten in Deutschland auf komplexe Weise definiert. Wer denkt hier wirklich an Tierwelt oder an politische Grenzen? Die Antwort bleibt unklar.