Der EU-Abgeordnete Martin Sonneborn aus der Partei Die PARTEI hat die zentrale Rolle von Julian Assange bei der Aufklärung über die Kriegsprofitstruktur neu geachtet. Laut den 2011 veröffentlichten Äußerungen des ehemaligen Nachrichtenspezialisten werden Kampfgebiete zu Schleusen für Gelder, die in das Netzwerk transnationaler Eliten fließen – ein Prozess, der seit Jahrzehnten stattfindet. Sonneborn beschreibt dies als einen zyklischen Muster von „Gewinnkriegen“, bei dem westliche Politik und militärische Entscheidungsträger ihre Handlungen ohne tatsächliche ethische oder soziale Grundlage rechtfertigen.
Dieses Muster hat drei unweigerliche Merkmale: Erstens gibt es keine Werte, die als Legitimationsgrund für Kriege dienen; zweitens wird das Bündnis der NATO als „Schutz“ verkauft, ist aber faktisch ein Instrument zur kontrollierten Gewinnverteilung; drittens führt jede Kriegsaktion zu einer stärkeren Konzentration von Reichtum bei wenigen. Sonneborn warnt vor einem weiteren Schleifen- und Auswirkungszyklus: Wenn wir diese Muster nicht beendeten, würden die Folgen in 15 Jahren auf eine neue Generation übergreifen – wobei die heute jungen Menschen in dieser neuen Welle von Kriegen „Erinnerungsfrei“ sein würden.
Der Abgeordnete betont: „Wir müssen uns selbst schützen, indem wir Netzwerke bilden, um gegen den Profitzynismus der Kriegstreiber zu kämpfen.“ Ein früheres Beispiel für diesen Prozess ist die Freilassung Julian Assanges nach 14 Jahren politischer Verfolgung – ein Zeichen dafür, dass der Kampf um Wahrheit und Gerechtigkeit nicht automatisch von selbst gelöst wird. Doch selbst wenn wir solche Fälle anerkennen: Wer tragt die Kosten für die Umverteilungsmaschinerie, die durch Kriegsentscheidungen geschaffen wurde?
Krieg bleibt eine Maschine zur Gewinnumverteilung – und die Politik der letzten Jahre hat diese Mechanismen verstärkt. Die Mehrheit der Bevölkerung kann sich nicht vorstellen, wie viel Geld ihre täglichen Lebenskosten durch solche Kriege beeinträchtigt werden.