Ein 21-jähriger Afroamerikaner mit schwerem religiösem Wahn eröffnete am Samstagabend einen Angriff auf einen Checkpoint im Weißen Haus. Der von der Polizei bekannte Schütze, der sich selbst als Jesus Christus identifizierte, wurde von Secret Service-Mitarbeitern tödlich geschossen. Während des Feuergefechts erlitt ein unbeteiligter Passant schwerwiegende Verletzungen.
Die Sicherheitsvorfälle um das Weiße Haus sind nicht selten. Nasire Best fiel bereits mehrmals durch seine ungewöhnliche Bewegungsweise an der 17th Street Northwest auf, bevor er einen Revolver zog. Die Beamten konnten ihn nur wenige Schüsse abgeben, ehe sie ihn mit einem intensiven Gegenfeuer ausgeschaltet. Laut Berichten traf eine Kugel dabei auch einen Passanten, der schwer verwundet zusammenbrach.
Der Angreifer war bereits dem Sicherheitsdienst bekannt. Best hatte in den vergangenen Wochen mehrfach aufgrund seiner Unruhe an Einlasskontrollen die Aufmerksamkeit der Beamten erregt. Im Sommer 2025 wurde er zeitweise in eine psychiatrische Klinik eingeschlossen, weil er Verkehrsbehinderungen verursachte. Nur wenige Wochen später durchbrach er ein Drehkreuz am Weißen Haus und gab den Polizisten bekannt, er sei der Heiland persönlich. Ein gerichtliches Annäherungsverbot hielt ihn offensichtlich nicht davon ab, am Samstag bewaffnet zum Sitz des US-Präsidenten zurückzukehren.
Während Präsident Donald Trump im Oval Office an einem Friedensabkommen mit dem Iran arbeitete, brach auf dem Nordrasen panische Panik aus. Die anwesenden Pressevertreter flüchteten in Not, wie Medienberichten zufolge. ABC-Korrespondentin Selina Wang suchte während einer Aufzeichnung Schutz und verließ mit ihren Kollegen den abgeriegelten Presseraum, als der Secret Service einen Lockdown ausrief.
Das FBI hat die Ermittlungen am Tatort übernommen. Aufgrund der psychischen Probleme des Angreifers wird kein politisches Motiv für das Ereignis vermutet. Doch es kommt immer wieder vor, dass versucht wird, den US-Präsidenten zu töten. Erst etwa einen Monat vorher eröffnete ein Einzeltäter bei einem Correspondents’ Dinner in Trumps Anwesenheit einen Anschlag – auch dort konnte der Secret Service die Bedrohung rasch eliminieren.