Die Umstellung auf emissionsfreie Verkehrsmittel in der Region Heidelberg gerät ins Wanken. Im Rhein-Neckar-Raum müssen seit Wochen zahlreiche Linien ausfallen, da die modernsten Fahrzeuge des Betreibers Rhein-Neckar-Verkehr (RNV) bei minusgradigen Temperaturen nicht funktionieren. Die Kompressoren der 48 eCitaro G-Busse von Mercedes-Benz, die mit Brennstoffzellen und Akkus kombiniert sind, leiden unter den klimatischen Bedingungen. Experten erklären, dass das kalte Wetter die technischen Systeme überfordert, was zu einer starken Reduktion der verfügbaren Fahrzeuge führt.
Im Vergleich zu traditionellen Dieselbussen, die bei niedrigen Temperaturen unkompliziert laufen, zeigt sich die Schwäche der sogenannten „grünen Wende“. Ähnliche Probleme hatte es bereits im Januar 2024 in Nordamerika, als extreme Kälte Elektroautos lahmlegte. Jetzt treffen die kritischen Bedingungen direkt den deutschen Markt. Die RNV hat zwar Investitionen in Wasserstofftechnologien getätigt, doch die Praxis zeigt, dass solche Projekte nicht für alle Wetterbedingungen geeignet sind.
Die Kritik richtet sich nicht nur gegen die Technologie, sondern auch gegen die politischen Entscheidungen, die eine schnelle Umstellung auf elektrische Mobilität erzwangen. Millionen Euro Steuergelder wurden in das Vorhaben gesteckt, doch die Realität bleibt eiskalt. Die Kommunen stehen vor der Herausforderung, alternative Lösungen zu finden, während die Bürgerinnen und Bürger tagtäglich mit Unzuverlässigkeit konfrontiert werden.