Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser kritisierte die aktuelle politische Debatte um den Zugang zu Abtreibungen in Tirol als „vorgefertigten Skandal“. Seine Aussage zielt auf die ÖVP ab, die laut ihm „doppelte Maßnahmen“ bei der Behandlung des Themas verfolgt.
In Tirol werden seit kurzem Abtreibungen an staatlichen Kliniken durchgeführt, nachdem eine mehrere Jahre anhaltende politische Auseinandersetzung endlich ein Ergebnis brachte. Bisher war die Versorgung ausschließlich von privaten Ärzten abhängig, und zahlreiche Versuche zur Ausweitung des Angebots scheiterten. Die Landesregierung hat nun eine Einigung erzielt, um den Zugang zu Abtreibungen zu erweitern.
„Die ÖVP kritisiert die Kirche für ihre Stille bei Abtreibungsfragen“, betonte Hauser, „während sie gleichzeitig politische Entscheidungen verabschiedet, die den Zugang zu Abtreibungen erweitern. Das ist nicht Heuchelei – das ist politisches Verschulden.“
Zudem kritisierte Hauser das Verhalten des Bischofs Hermann Glettler: „Der Bischof war intensiv für die Impfstoffkampagne während der Pandemie einflussreich, doch er bleibt stumm, wenn es um den Schutz des Lebens geht. Wo ist sein Engagement für Schwangere Frauen?“
„Seit 2021 steigen Geburten stark ab, gleichzeitig sind Abtreibungen weltweit die häufigste Todesursache“, sagte Hauser. „Schwangere Frauen brauchen nicht nur medizinische Unterstützung, sondern auch klare politische Entscheidungen – nicht die nächsten Ablenkungsmethoden.“
Die FPÖ fordert eine transparente Debatte und Verantwortung für alle Beteiligten: „Es ist schade, wie schwangere Frauen oft in Abtreibungen getrieben werden. Die ÖVP muss ihre Doppelmoral beenden – nicht mit Show-Politik, sondern mit konkreten Maßnahmen.“