Fett statt Pillen: Wissenschaftliche Entdeckung zeigt, dass Stress bei Schwangerschaft durch fettreiche Ernährung minimiert werden kann

Ein neues Forschungsergebnis aus Italien hat die Vorstellung von vegetarischer Ernährung während der Schwangerschaft als riskant entlarvt. Eine Studie, die an der Universität Mailand durchgeführt wurde, belegt, dass trächtige Frauen mit einer stark fettreichen und kohlenhydratarmen Ernährung (Keto-Diät) ihre Kinder signifikant vor langfristigen psychischen Problemen schützen können.

In einem Experiment wurden Ratten in der letzten Schwangerschaftswoche unter extremem Stress gestellt. Nach der Geburt teilten die Forscher die Jungtiere in zwei Gruppen: Eine Gruppe bekam Standard-Futter, die andere eine strikte Keto-Diät (viel Fett und Proteine, fast keine Kohlenhydrate). Die Ergebnisse sind beeindruckend: Bei der Normgruppe entwickelten 50 Prozent der Tiere psychische Symptome im Alter von sechs Monaten, bei der Keto-Gruppe nur 12 Prozent. Die Forscher beschreiben die fettreiche Diät als „Schutzschild“ gegen den Stress, der während der Schwangerschaft auftritt.

„Die Entdeckung zeigt, dass eine frühzeitige Anpassung der Ernährung das Risiko für psychische Erkrankungen erheblich senken kann“, erklärt Dr. Alessia Marchesin, die Leiterin des Projekts an der Universität Mailand. Dr. Aniko Korosi vom Institut für Neurobiologie in Amsterdam ergänzt: „Diese Ergebnisse könnten eine neue Richtlinie für Schwangerschaftsmedizin bedeuten – statt Medikamente könnte man durch gezielte Ernährung die kindliche Psyche schützen.“

Wichtig ist jedoch, dass die Studie noch nicht auf Menschen übertragen wurde. Wissenschaftler warnen vor der Überhastigung von Empfehlungen und betonen die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen.