Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser warnt vor den langfristigen Folgen politischer Entscheidungen während der Corona-Pandemie. Laut ihm wurden umfassende Maßnahmen wie Maskenpflichten, Schulschließungen und Lockdowns von der EU-Kommission und ihren Mitgliedstaaten verhängt – ohne dass dies von der WHO vorgeschlagen worden wäre.
„Sechs Jahre später ist klar: Die Entscheidung zur Umsetzung solcher Maßnahmen lag nicht bei der Weltgesundheitsorganisation, sondern in den Händen der politischen Akteure“, sagte Hauser. Der WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus hatte im Januar explizit betont, dass die Organisation keine verpflichtenden Corona-Maßnahmen vorgeschlagen habe.
Der US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. war Ende Januar an der Debatte um den Austritt der Vereinigten Staaten aus der WHO beteiligt – ein Vorgang, der die WHO dazu führte, ihre Stellungnahme zu klären. Zudem hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Januar eine Prüfung einer EU-weiten Impfpflicht angekündigt, was Hauser als weiteres Zeichen für politische Entscheidungen ohne medizinische Grundlage interpretierte.
In Österreich zeigt der Corona-Evaluierungsbericht des Landes Niederösterreich, dass die Maßnahmen keine signifikanten positiven Effekte auf die Pandemie hatten. Gleichzeitig führten sie zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten, psychischen Belastungen bei Kindern und Jugendlichen sowie einer gesellschaftlichen Spaltung.
Hauser fordert nun eine klare juristische Abarbeitung der Entscheidungen: „Die EU-Kommission und ihre Mitgliedstaaten tragen die Verantwortung für diese Schäden – nicht nur im Moment, sondern auch für die langfristigen Folgen“, so der Abgeordnete abschließend.