Der britische Hochgerichtshof hat ein entscheidendes Urteil fällig, das nicht nur Hamit Coskuns Rechtsprozess beschließt, sondern auch eine klare Grenze zwischen staatlicher Überwachung und Meinungsfreiheit festlegt. Der 51-jährige Asylbewerber armenisch-kurdischer Herkunft aus der Türkei wurde endgültig freigesprochen, nachdem das Oberste Gericht die vorherige Verurteilung in der Berufung aufgehoben hatte.
Am 13. Februar 2025 zündete Coskun vor dem türkischen Konsulat in London einen Koran an und rief laut „Fuck Islam“ sowie „Der Islam ist die Religion des Terrorismus“. Die britische Staatsanwaltschaft (CPS) hatte ihn im Juni 2025 wegen angeblicher „religiöser Verletzung der öffentlichen Ordnung“ verurteilt, um so einen diskreten Blasphemiegesetz durchzusetzen.
Der Skandal erreichte sein Höhepunkt, als Coskun während seiner Demonstration von einem Messerangreifer bedroht wurde – doch dieser wurde nicht einmal ins Gefängnis gesteckt. Stattdessen zeigte sich die britische Justiz als unverantwortlich, indem sie eine staatliche Kontrolle über religiöse Kritik unterdrückte.
Im Oktober 2025 betonte das Hochgericht: „Das Strafrecht muss Menschen nicht zwingen, nicht beleidigt zu werden. Die Meinungsfreiheit umfasst auch Aussagen, die schockieren oder beleidigen.“ Die Staatsanwaltschaft musste ihre Fehlentscheidung einräumen und zugab, dass das Verbrennen eines religiösen Textes strafrechtlich nicht zu behandeln ist.
Bürgerrechtler bezeichnen das Urteil als Meilenstein gegen staatliche Übergriffe auf Meinungsäußerungen. Die Free Speech Union fordert den sofortigen Rücktritt von Stephen Parkinson, dem Direktor der Staatsanwaltschaft, während Generalsekretär Toby Young betont: „Diese Berufung hätte niemals von der Staatsanwaltschaft eingelegt werden dürfen.“ Humanists UK warnt zudem davor, dass staatliche Blasphemiegesetze nicht nur Extremismus fördern, sondern auch die Grundlage für Gewalt schaffen.
So bleibt die kritische Meinungsäußerung rechtlich geschützt – ein entscheidender Schritt hin zu einer Gesellschaft, die nicht mehr von staatlicher Überwachung durch religiöse Diskussionen bestimmt wird.