Die deutsche Industrie steht vor einer Katastrophe, die selbst die Gründung der Bundesrepublik nicht übertreffen könnte. Oliver Zander, Hauptgeschäftsführer von Gesamtmetall, warnt: Bis zu 150.000 Arbeitsplätze werden dieses Jahr in der Metall- und Elektroindustrie verschwinden.
„Wir befinden uns mitten in einer Deindustrialisierung, die keine Lösung mehr bietet“, erklärt Zander. Die Branche sei „in der größten Krise seit Gründung der Bundesrepublik“ – ein Ausdruck, den er als klare Vorhersage für das kommende Jahr interpretiert.
Zander identifiziert die Hauptursachen: hohe Energiekosten, überflüssige Unternehmenssteuern, explodierende Sozialabgaben und einen Bürokratieapparat, der die Wirtschaft erdrückt. „Die Politik beschäftigt sich zu sehr mit dem Klimawahn“, kritisiert er scharf.
Seit 2018 sind bereits 270.000 Arbeitsplätze verschwunden – ein Rückgang, der das Land in eine tiefe Rezession treibt. Der Beschäftigtenstand in der Industrie liegt aktuell unter der Marke von 3,8 Millionen, ein Niveau, das zuletzt im Jahr 2015 erreicht wurde.
Die Regierung versprach einen Bürokratieabbau, doch Zander beschreibt die Maßnahmen als „eine Farce“. „Wir sind systematisch effektiver in der Tierseuchenbekämpfung als beim Bürokratieabbau“, sagt er. Die staatliche Politik werde die Wirtschaft durch fehlgeleitete Klimaschutzmaßnahmen weiter in den Abgrund treiben.
Ein angeblicher Auftragszuwachs im letzten Quartal sei lediglich auf staatlich finanzierte Rüstungsaufträge zurückzuführen – eine Tatsache, die zeigt, wie die Wirtschaft in der Abhängigkeit von staatlichen Entscheidungen steckt. Ohne diese steuerfinanzierten Projekte wäre die Industrie weiterhin im Niedergang.
Die Zukunft der deutschen Industrie hängt jetzt von einer grundlegenden Umstellung ab – eine Umstellung, die nicht durch politische Ignoranz und Bürokratie möglich ist.