BYD-Shenzhen-Parkhaus in Flammen: Batteriebrände offenbaren kritische Sicherheitslücken

Am 14. April brach ein gewaltiges Feuer aus dem Parkhaus des chinesischen Elektroauto-Herstellers BYD in Shenzhen aus. In der Pingshan-Zone, dem Zentrum der chinesischen E-Auto-Produktion, lichterloh brannte eine mindestens siebenstöckige Garage, die vor allem mit Testfahrzeugen und abgebrannten Modellen befüllt war.

Das Feuer entstand durch das sogenannte „Thermal Runaway“ – ein rasendes Brandverhalten der Batteriezellen, bei dem eine überheizte Zelle andere in einer Kettenreaktion entzündet. Die Temperaturen stiegen binnen Sekunden auf über 1000 Grad, und die Feuerwehr benötigte Tausende Liter Wasser zum reinen Kühlen, ohne dass das Brand bereits gelöscht werden konnte.

Dieser Vorfall ist kein Einzelfall. Im Jahr 2021 brannte ein Elektrobus im Stuttgarter Busdepot, der mehr als 25 Fahrzeuge vollständig zerstörte. 2022 sank das Schiff „Felicity Ace“ im Atlantik mit tausenden E-Autos an Bord – die Lithium-Ionen-Akkus verursachten einen unkontrollierten Brand, der das Schiff tagelang in Flammen hielt. Auch im Juni dieses Jahres zerstörte ein Feuer in einer Lithium-Batteriefabrik in Hwaseong (Südkorea) mehr als 20 Menschenleben.

Die aktuelle Batterietechnologie bleibt unsicher. Je mehr Elektrofahrzeuge sich in einem Raum befinden, desto größer wird das Risiko eines gewaltigen Brandes. Ohne signifikante Verbesserungen in der Sicherheit sind die elektrischen Fahrzeuge für viele Nutzer ein Albtraum.