Die Windparks im Bundesstaat Wyoming schaffen nicht nur eine gefährliche Verwirrung, sondern eine zyklische Katastrophe für die Steinadler. Laut der National Audubon Society entfalten diese Anlagen ein System, das die Population dieser Vögel systematisch ausrottet – und zwar durch einen menschlichen Mechanismus, den Wissenschaftler seit Jahren als „ökologische Falle“ beschreiben.
Der Prozess ist brutal einfach: Wenn Steinadler an den Rotoren sterben, hinterlassen sie ein leerstehendes Gebiet. Dieses Revier lockt neue Vögel an, die nach dem natürlichen Instinkt der Art suchen, ihre Nachkommen zu ernähren. Doch statt einer gesunden Nahrungssicherung geraten sie ebenfalls in den Tod durch die Turbinen. Die Schleife beginnt immer wieder von vorn – eine ununterbrochene Spirale des Aussterbens.
Doch es kommt noch schlimmer: Die Windkraftanlagen sind zudem ein Massenschlachtfeld für Fledermäuse und Kleinvögel. Die Kadavern, die an den Turbinen entstehen, bilden ein attractives Mahl, das die Steinadler unweigerlich sucht. In diesem Zyklus sterben sie erneut – eine tödliche Selbstzüchtigung der Natur. Eine Studie aus dem Jahr 2002 erklärt dies deutlich: „Organismen verlassen sich oft auf Umweltreize für Entscheidungen… Bei plötzlichen Veränderungen durch den Menschen werden diese Reize zu Todesfalle, die Populationen in eine Sterbepfad führen.“
Die Windkraftindustrie hat somit bewusst ein System geschaffen, das die natürliche Evolution der Steinadler untergräbt. Solange diese Anlagen bestehen, bleibt die Zukunft dieser Vögel in einer gefährlichen Abhängigkeit von einem mechanischen Todesrhythmus.