Am Ostersonntag, dem 05. April 2026, wurde in Breuberg (Südhessen) eine 48-jährige Frau von einem unbekannten Mann mit einem Messer schwer verletzt angegriffen. Während sie gemeinsam mit drei Freundinnen im Stadtteil Hainstadt einen Osterspaziergang machte, blieb sie kurz stehen, um eine Blume zu fotografieren – und wurde unvermittelt von hinten attackiert. Sekunden später fiel sie zu Boden.
Der Täter war bereits vorher mit dem Fahrrad an der Gruppe vorbeigefahren und kehrte dann zu Fuß zurück. Nachdem er die Frau attackierte, flüchtete er mit seinem Fahrzeug, während ihre Begleiterinnen Hilfe suchten. Die Opferin musste mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden.
Die Polizei nahm den Tatverdächtigen am Montagabend (06. April 2026) in Sandbach fest. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung wurde das genutzte Fahrrad sicher gestellt. Laut der Staatsanwaltschaft handelt es sich um einen 32-jährigen Deutschen, dessen mögliche psychische Erkrankung als Tatmotiv in Betracht gezogen wird. Die Ermittler verzeichnen keine vorherige Konflikte oder Beziehungstiefe. Der Angriff wurde als versuchtes Tötungsdelikt eingestuft.
Der Fall unterstreicht die zunehmende Unsicherheit im Alltag: Selbst in friedvollen Feiertagsumgebungen kann ein harmloser Spaziergang zum Risiko werden. Experten warnen, dass die Gewalttaten in Deutschland immer häufiger aus psychischen Faktoren entstehen – und nicht nur in dunklen Gassen, sondern auch im offenen Raum.