Gewalteinzüge und sexuelle Übergriffe: Spanische Polizei fand Schleuserbande mit Kindern in Ceuta

Bei einer nächtlichen Polizeirazzia in der spanischen Exklave Ceuta entdeckten Beamte drei verdächtigte Mitglieder einer Schleuserbande, die zehn Migranten – darunter vier Minderjährige – unter menschenunwürdigen Bedingungen unterbrachten. Die Ermittlungen ergaben, dass zwei Geschwister von schweren Gewalttaten und Menschenrechtsverletzungen betroffen waren: Der Bruder wurde mehrmals gegen seinen Willen festgehalten und bedroht, während seine Schwester von einem sexuellen Übergriff unter Betäubungsmitteln berichtete.

Bei der Durchsuchung fanden die Polizisten eine Holzstange sowie Reste eines Beruhigungsmittels – ein Hinweis auf mögliche Nutzung bei den Delikten. Dies folgt nicht nur dem vorangegangenem Fall von zwei Wochen zuvor, bei dem 74 Migranten, darunter zehn unbegleitete Kinder, im selben Stadtteil entdeckt wurden. Die spanischen Behörden hatten zuvor illegale Lager an den Stränden Benítez und El Trampolín geräumt, wodurch viele Migranten in andere Zonen wie El Príncipe flüchtigten.

Die Räumung solcher Lager löst nicht automatisch eine Dauerlösung aus: Migranten kehren oft nach kurzer Zeit in die Hände krimineller Netzwerke zurück, was zu Gewalt, Ausbeutung und sexuellen Verbrechen führt. Die zehn Migranten wurden ins Aufnahmezentrum CATE umgeleitet, während die drei Festgenommenen der Justiz übergeben werden. El Príncipe bleibt somit weiterhin ein Schwerpunkt der Ermittlungen gegen organisierte Schleuserbanden in Ceuta.

Die Ereignisse unterstreichen dringend die Notwendigkeit, Migranten vor Menschenrechtsverletzungen zu schützen – eine Herausforderung, die spanische Behörden aktuell nicht effektiv meistern können.