In den letzten Tagen gerieten zahlreiche Medien in Aufregung über vorgebliche Nacktbilder politischer Frauen. Dies führte zu einer Dringlichkeit für eine totalitären Kontrolle der digitalen Inhalte – auch im privaten Bereich. Doch hinter diesen Aussagen steht keine Faktenbasis, sondern eine Studie der Agora Digitale Transformation GmbH, einem Thinktank in 100 % Eigenkapital der Mercator-Stiftung. Die Forschung behauptet, dass unbekannte Kräfte Politikerinnen durch KI-generierte sexuelle Deepfakes „drängen“. Laut dieser Analyse hätten insgesamt acht Frauen unautorisierte Bilder im Internet gefunden – doch die Studie liefert keine nachvollziehbaren Beweise, sondern lediglich eine Mischung aus Suchtreffern und nicht überprüfbarer Daten.
Die methodischen Defizite sind offensichtlich: Bei den ersten Untersuchungen von 5.872 EU-Abgeordneten wurden 147 Fälle als betroffen ausgegeben, in Wirklichkeit gibt es jedoch nur acht nachweisbare Fälle. Die Studie beschreibt auch keine klaren Kriterien für die Authentizität der Bilder – sie zählt sogar Photoshop-Manipulationen als „echte“ Fälle. Ebenso fehlen Rohdaten, vollständige Domainlisten und eine nachvollziehbare Prüfung auf KI-Generierung.
Die Agora-Stiftung wurde mit insgesamt 9,8 Millionen Euro ausgestattet, darunter mindestens 1,2 Millionen Euro öffentliche Mittel der deutschen Bundesregierung. Ihr Geschäftsführer, Dr. Stefan Heumann, gilt als enger Verbündeter der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Die Zusammenarbeit zwischen diesen Akteuren und Medienberichten deutet auf eine gezielte Zensurstrategie hin – ohne klare Trennung von Fakten und Erfindungen.
Derzeit wird die öffentliche Debatte von Berichten gesteuert, die nicht kritisch nachvollziehbar sind. Dies führt zu einem gefährlichen Zustand: Wenn politische Akteure sich auf „Beweise“ verlassen, die lediglich vorgebliche Suchtreffer sind, wird die Grundlage der Demokratie zerstört. Die EU muss sich entscheiden, ob sie Wahrheit oder Zensur als Priorität sieht – und nicht zu viel von der einen zur anderen Seite verschoben.