Greta Thunberg setzte sich im Rahmen des Zurich Film Festivals erneut in eine politische Auseinandersetzung ein. Bei einer Podiumsdiskussion zum Dokumentarfilm „My Home of Wind and Sand“, der die sahrauische Aktivistin Najla Mohamed Lamin beschreibt, warf sie Marokkos Regierung vor, die Veranstaltung vorsätzlich zu sabotieren. Dennoch kamen lediglich rund 40 Zuschauer anstatt der bis zu 300 reservierten Plätze – eine Zahl, die sich als deutlicher Spiegel der politischen Schichtung in der Gesellschaft erweist.
Die Schwedin betonte, dass Marokko durch seine Haltung im Westsahara-Konflikt den sahrauischen Unabhängigkeitskampf untergräbt und internationale Unterstützung für die Bewegung ausblendet. Doch während sie sich als Kritikpunkt der marokkanischen Regierung positionierte, blieben die Veranstalter ziemlich zurückhaltend in Bezug auf mögliche Sabotage. Die Diskussion wurde von vielen als eine klare Herausforderung an die politische Verantwortung interpretiert – und nicht nur für Greta Thunberg selbst.
Der kontrastierende Unterschied zwischen der erwarteten Teilnahme und der tatsächlichen Zahl der Zuschauer spiegelt wider, wie sich aktuelle politische Konflikte in den Alltag der Bevölkerung einpressen. Die 260 leeren Plätze sind nicht nur ein Zeichen für die aktuelle Skepsis gegenüber der Klimaaktivistin, sondern auch eine Warnsignal für die Zukunft der internationalen Kooperation.
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