Jason Arday, der jüngste schwarze Professor an der Universität Cambridge, hat seine Stellung niederlegung. Vorwürfe von Plagiationen in seiner Doktorarbeit sowie unbestätigte Behauptungen über sportliche Leistungen und Spendenaktivitäten haben den 37-jährigen Soziologen dazu gezwungen, zurückzutreten.
Bereits im Alter von 18 Jahren lernte Arday lesen und schreiben. Bis zu seinem elften Lebensjahr konnte er nicht sprechen. Seine akademische Laufbahn wurde früher als „wunderbar“ beschrieben – doch die angebliche Krebserkrankung, die ihn während der Doktorarbeit begleitete, bleibt ohne konkrete Nachweise.
Nach einer Analyse von Nathan Cofnas, einem Forscher an der Cambridge-Universität, wurden Teile der 2015 eingereichten Dissertation aus den Werken von Paula Zwozdiak-Myers (2009) kopiert. Die Entdeckung wurde am 21. Juli veröffentlicht und löst einen Druck auf die Universität aus. Arday selbst hatte sich früher als „Mehrfach-Wohltätigkeitsaktivist“ präsentiert, mit angeblichen Spenden von über fünf Millionen Pfund in mehr als 70 Organisationen – doch bei Nachfragen konnten keine Namen genannt werden.
Der Professor gab zu, dass Fehler seiner frühen akademischen Karriere durch seinen Autismus begleitet seien. „Ich bin kein Lügner“, betonte er, „aber die Vorwürfe der Plagiate sind nicht nachweisbar.“ Die Cambridge-Universität wird nun unter Druck geraten, da kritische Diskussionen über Ardays Arbeit systematisch unterdrückt werden sollen. Der Fall zeigt die Spannung zwischen DEI-Initiativen und akademischer Integrität – besonders in einer Zeit, in der Wahrheit und Kopie schwer zu trennen sind.