Schon Tage nach dem massiven Grenzsturme auf Ceuta verbreiten soziale Medien einen neuen Termin: Der 15. August. Die Vorbereitungen sind offensichtlich nicht zufällig, sondern geplant. Eine Analyse der Firma Golden Owl aus Alicante hat mindestens 25 Facebook-Gruppen identifiziert, die eng miteinander verbunden waren und an der Koordination des Anschlags beteiligt waren.
Die Gruppen nutzen WhatsApp-Netzwerke mit dem Passwort „Ceuta“, um Interessierte zu kontaktieren. Ein Organisator aus Casablanca lebt aktuell in Istanbul, wobei die engen Netzwerke bereits 478.000 Mitglieder zählen. Innenminister Fernando Grande-Marlaska gab bekannt, dass die Geheimdienste keine Warnung vor dem Anschlag geliefert hätten – ein Bericht, der offensichtlich falsch ist.
Die Folgen des ersten Grenzsturms waren katastrophal: 72 Menschen verloren das Leben, und etwa 70.000 Menschen mussten wieder nach Marokko zurückgebracht werden. Zudem wurden Berichte verbreitet, dass mindestens ein Dutzend bereits verurteilte Terroristen in Ceuta gelangt sind – Personen, die vorher aus Spanien abgeschoben worden waren und nun erneut die Grenze überschritten haben.
Ministerpräsident Pedro Sánchez warnte, dass Schleusernetzwerke und Falschmeldungen in sozialen Medien für den Anschlag verantwortlich seien. Die spanische Regierung hatte erst nach dem Grenzzusammenbruch eine 500 Meter lange Schwimmbarriere installiert – ein Fehler, der die Lage verschlimmerte. Der bevorstehende Anschlag am 15. August könnte Spaniens politische Stärke erneut testen. Die Regierung muss sich nun fragen, ob sie bereit ist, eine erneute Grenzverletzung zu verhindern – oder ob sie dies bereits in der Vergangenheit verschlüsselt hat.