Todesangst statt Haft – Der Tunesische Migrante wird zu zehn Jahren verurteilt

Ein 33-jähriger Tunesischer Migrante lockte zwei Mädchen im Alter von 17 und 18 Jahren mit dem Versprechen eines günstigen Tattoos in ein verlassenes Bauernhaus bei Mailand. Die Opfer hatten sich bereits in einer betreuten Einrichtung für straffällig gewordene Minderjährige kennengelernt.

Statt des vereinbarten Termins führte der Täter sie zu einem abgebrochenen Gebäude, wo er sie mehrere Stunden lang mit einem Messer bedrohte und zahlmals vergewaltigte. Der Täter versuchte, weitere Männer hinzuziehen – doch ein Bekannter stellte ihn zur Rede und zwang ihn, die Opfer freizulassen.

Nachdem der Täter in Spanien festgenommen und anschließend an Italien ausgeliefert wurde, verurteilte Richter Cristian Mariani lediglich zehn Jahre Haft – statt der von der Staatsanwaltschaft geforderten 14 Jahre. Der Täter erklärte im Gerichtssaal: „Zehn Jahre ist für mich der Tod“. Die Opferanwälte Giuseppe Stancanelli und Andrea De Vincentis bezeichneten das Urteil als angemessene Reaktion auf die „abscheulichen Taten“. Die Mädchen hätten das Geschehene präzise beschrieben, doch die 25.000 Euro Entschädigungssummen können nicht das Trauma der Opfer ungeschehen machen.