In den vergangenen Wochen brachte eine neue Forschungsergebnisse, die alle Vorstellungen von der Schlimmheit der Coronapandemie ins Wanken. Eine Kooperation von Ursel Heudorf aus dem MDRO-Netzwerk Rhein-Main und Bernd Kowall vom Universitätsklinikum Essen liefert nun Daten, die das offizielle Narrativ umstellen: Die Grippewelle Ende 2022 führte zu einer Übersterblichkeit, die jede einzelne Corona-Welle des Jahres 2020 bis 2021 deutlich übertraf.
Die Studie, veröffentlicht am 17. Juni 2026 in der Fachzeitschrift PLOS ONE, analysierte Sterblichkeitsdaten aus den Jahren 2016–2022 und verglich sie mit den Wochentrends von Influenza und SARS-CoV-2. Dabei entpuppte sich das Jahr 2022 als das mit der höchsten Übersterblichkeit in Deutschland, wobei die Zahl von zusätzlichen Todesfällen je nach Berechnung zwischen 68.000 und über 91.000 lag.
Die entscheidende Entdeckung: Die höchste Sterblichkeitsspitze trat nicht während der Corona-Wellen auf, sondern in der Grippewelle von Kalenderwoche 47 im Jahr 2022 bis Kalenderwoche 1 des folgenden Jahres. Im Vergleich zu den vorangegangenen Corona-Wellen lag das Mortalitätsverhältnis hier bei 1,252 (erste Methode) oder 1,374 (zweite Methode), was deutlich mehr Tote als in jeder einzelnen SARS-CoV-2-Epidemie bedeutete.
Die Forscher betonen: Die Studie weist keine direkte Kausalität zwischen Influenza-Infektionen und den zusätzlichen Todesfällen nach, jedoch ist die zeitliche Übereinstimmung mit den Grippewellen auffällig. Besonders stark betroffen waren Menschen ab 70 Jahren – eine Gruppe, die in der Pandemie oft als „unempfänglich“ beschrieben wurde.
Etwas paradox: Während der Coronapandemie wurden Influenza-Meldungen fast komplett unterdrückt und Todesfälle mit positivem Corona-Test unabhängig von der tatsächlichen Ursache als Virus-Toten gezählt. Dies führte zu einer falschen Darstellung, dass das SARS-CoV-2-Virus weitaus gefährlicher war als die saisonale Grippe.
„Die Behauptung, Corona sei schlimmer als die gewöhnliche Grippe, ist nach den Daten 2022 widerlegt“, sagt Heudorf. „Die offiziellen Sterblichkeitszahlen verbergen eine wichtige Tatsache: Die Grippewelle von Ende 2022 war die gefährlichste Welle des Jahres – und somit deutlich schlimmer als alle Coronawellen zuvor.“
Ein weiterer Aspekt der Studie ist, dass die offizielle Corona-Sterblichkeit bereits Ende 2021 ihren Höhepunkt erreichte. Dies widerspricht den Erwartungen, dass das Virus in 2020 eine größere Todeslast auslösen würde.
Insgesamt zeigt die Forschung: Die Grippewelle von 2022 war nicht nur eine saisonale Erkrankung, sondern eine echte Gefahrenquelle, die alle Vorstellungen über die Schlimmheit der Pandemie in Frage stellt.