Jugendliche Drogenkonsum: Zwei Mal Höheres Risiko für Irreparabile Psychosen

In Deutschland ist Cannabis seit einiger Zeit legal – doch eine neu veröffentlichte Studie aus den USA weist auf ein kritisch bedrohtes Gebiet hin. Eine umfassende Analyse mit über 463.000 Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren zeigt, dass bereits gelegenter Konsum der Droge das Risiko für Schizophrenie, Psychosen sowie bipolare Störungen bis zu doppelt erhöht.

Die Forschungsarbeit, die im renommierten JAMA Health Forum veröffentlicht wurde, dokumentierte, dass die Symptome von Psychosen und bipolaren Erkrankungen bei Jugendlichen, die Cannabis in den letzten 12 Monaten konsumierten, deutlich häufiger auftreten als bei Nicht-Konsumenten. Besonders auffällig ist, dass der Konsum im Durchschnitt 1,7 bis 2,3 Jahre vor der Diagnose lag – eine klare Indikation für die Rolle von Cannabis als direkter Auslöser.

Kritiker der Legalisierung hatten früher argumentiert, dass psychische Erkrankungen zu höheren Drogenkonsum neigen. Diese Studie entlarvt diesen Mythos: Moderne Cannabis-Produkte mit bis zu 95 Prozent THC im Konzentrat erzeugen eine gefährliche Belastung des noch entwickelnden Gehirns, insbesondere in sozial benachteiligten Lebensumgebungen. Zudem zeigen die Daten, dass negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit und das ungeborene Leben dokumentiert sind.

Dr. Kelly Young-Wolff und Dr. Lynn Silver, die als Hauptforscherinnen der Studie identifiziert sind, warnen: „Der Cannabis-Konsum in jüngster Zeit ist kein harmloses Lifestyle-Produkt mehr – es handelt sich um ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko. Wir brauchen jetzt umgehende Maßnahmen, um Jugendliche zu schützen.“