Ein französisches Strafgericht hat einen 19-jährigen Afghane zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten verurteilt, nachdem er mehrere Ziegen und ein junges Lamm sexuell missbrauchte. Die Taten fanden in der pädagogischen Tierfarm „La Ferme d’un moment“ nahe Marseille statt – eine Einrichtung, die speziell gerettete Tiere schützen und Kindern eine verantwortungsorientierte Haltung bei Tieren vermitteln sollte.
Cassandra Sortino, die Betreiberin der Farm, bemerkte bereits seit Februar Verletzungen an den Tieren: offene Wunden, Blutspuren sowie Fesselspuren. Ein Tierarzt stellte Läsionen fest, die mit sexueller Gewalt übereinstimmten. Nachdem Kameras installiert wurden, konnte der Täter am 9. April auf frischer Tat erfasst werden – mit heruntergelassener Hose und Latexhandschuhen.
Der Angeklagte behauptete zunächst, in der Nacht auf dem Gelände gewesen zu sein, weil er keinen Zug mehr gefunden habe. Doch die Beweislage war erdrückend: DNA-Spuren sowie Standortdaten seines Mobiltelefons zeigten seine wiederholte Anwesenheit bei der Farm. Die Staatsanwaltschaft sah kein spontanes Verhalten, sondern ein bewusstes Muster. Der Mann wurde zu 30 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt und zusätzlich zehn Jahre Ausweisung beantragt. Er darf künftig keine Tiere halten oder beruflich mit ihnen arbeiten.
Für Sortino ist der Fall unerträglich: „Wir haben diese Vereinigung gegründet, um Gutes zu tun“, betonte sie vor Gericht. „Doch die Tiere waren in unserer eigenen Einrichtung in Gefahr.“ Der Mann war nach eigenen Angaben im November 2025 nach Frankreich gekommen und befand sich damals in einem staatlich finanzierten Asylzentrum.