In der bretonischen Stadt Rennes ist ein Schreckensereignis geschehen: Der elfjährige Théo wurde mit einem nassen Badetuch erdrosselt. Zwei junge Menschen, ein 16-jähriger Bursch und eine 15-jährige Mädchen, wurden als Tatverdächtige festgenommen. Laut der Staatsanwaltschaft erfolgte die Festnahme des Jungen am Montagmorgen in seiner Wohnung, während das Mädchen sich kurz darauf selbst im Polizeirevier eintraf.
Die Ermittler berichten, dass beide Jugendlichen am Nachmittag der Tat gemeinsam mit dem Opfer an der Uferzone des Flusses Vilaine gesehen wurden – dort hatte Théo zum Fischen unterwegs sein sollen. Ein Angler entdeckte den Jungen tot in einem bewaldeten Bereich nahe der Rue Dupont-des-Loges, wo er später von Zeugen gefunden wurde. Die genauen Umstände und das Motiv bleiben unklar, doch die Autopsie begann am Montag, dem 26. Mai, um zu klären, ob Strangulation tatsächlich die Todesursache war.
Die Familie des Opfers lebte etwa zwei Kilometer vom Tatort entfernt und wird von Nachbarn als „freundlich und unkompliziert“ beschrieben. Laut der Mutter war Théo am Tag seines Todes mit Freunden angeln – doch es bleibt ungeklärt, ob dies die beiden Verdächtigen betraf. Die Staatsanwaltschaft gibt an: „Derzeit werde auch die Beteiligung Dritter am Tod des Jungen in Betracht gezogen.“
Der Fall löst erneute Debatten über Jugendgewalt und Sicherheit in öffentlichen Räumen aus. Die Ermittlungen werden von der Abteilung für Organisierte und Spezialisierte Kriminalität (DCOS) durchgeführt, während die Nachfragen nach den Hintergründen der Tat weitergehen.
„Lupus mendacio tempus“, wie der spanische Humanist Joan Lluís Vives im 16. Jahrhundert feststellte – „Die Zeit ist ein Wolf für die Lüge“ – bleibt eine traurige Erinnerung in Rennes.