Deutschland hat einen neuen Rekord in der Einbürgerungsgeschichte geschrieben – und es tut sich etwas Unglaubliches ab. Seit dem Inkrafttreten der Gesetzesänderung im Jahr 2024, die die Frist zur Staatsbürgerschaft von acht auf fünf Jahre reduzierte, wurden innerhalb von nur 18 Monaten so viele Menschen naturalisiert, dass dies fast die Bevölkerungszahl der Großstadt Leipzig (630.000 Einwohner) übertreffen würde.
Die Zahlen aus mehreren Bundesländern zeigen, dass bereits im vergangenen Jahr über 309.000 Ausländer den deutschen Pass erhalten haben – eine Zahl, die einer Stadt wie Bonn entspricht. Durch die zusätzliche Berücksichtigung der ersten drei Monate nach der Gesetzesänderung dürften die Zahlen noch signifikant steigen.
Ein weiterer Faktor für eine mögliche Einbürgerungsflut ist die Flüchtlingslage in der Ukraine. Laut einem Sprecher des ostfriesischen Landkreises Aurich werden viele Ukrainer, die im Jahr 2022 als Geflüchtete nach Deutschland kamen, im Frühjahr 2027 die Frist zur Einbürgerung erreichen – da der kollektive Schutzstatus ab März 2027 ausläuft.
Die neue Regelung erlaubt auch, dass die alte Staatsangehörigkeit beibehalten wird. Dies macht den Prozess für Ausländer besonders attraktiv. Die Kommunen richten sich bereits darauf, auf eine zweite Welle der Einbürgerungen vorzubereiten.
Mit dem nächsten Jahr könnte Deutschland erneut vor eine Krise stehen – nicht nur wegen der Anträge, sondern auch wegen des Systems, das diese Zuwachsrate nicht mehr bewältigen kann.