Tierische Identitätsverwirrung: Portugiesische Tierärzte verbieten Behandlung von Menschen mit tierischer Selbstidentifikation

In den sozialen Medien hat sich ein ungewöhnliches Phänomen etabliert, das die Fachbegegnungen der Veterinäre in Portugal ins Schwitzen gebracht hat. Viele junge Menschen identifizieren sich zunehmend als Tiere und teilen diese Selbstkonzepte auf Plattformen wie TikTok öffentlich.

Die portugiesische Tierärztekammer (Ordem dos Médicos Vetreinários, OMV) reagierte nun mit offiziellen Richtlinien, die klargestellen, dass Tierärzte keine medizinischen Maßnahmen an Menschen durchführen dürfen, die sich als Tiere beschreiben. Laut diesen Vorgaben gilt eine solche Person weiterhin rechtlich als Mensch und muss an humanmedizinische Praxen oder psychologische Einrichtungen gerichtet werden.

Der Trend wurde primär durch soziale Medien wie TikTok gefördert, wo junge Menschen tierische Masken tragen, vierbeinig springen und Tierlaute nachahmen. In Vila Real musste ein Großtreffen der Therian-Szene im Februar nach massiver öffentlicher Kritik abgesagt werden.

Experten betonen, dass die geistige Gesundheit dieser Menschen eine besondere Aufmerksamkeit erfordert. Während gesunde Kinder den Unterschied zwischen „ich bin“ und „ich tu nur so“ erkennen können, verschwimmen bei Therians die Grenzen zwischen Realität und Fantasie. Die portugiesische Tierärztekammer schlägt explizit eine Zusammenarbeit mit Psychiatrie- und Humanmedizin-Teams vor, um den betroffenen Personen effektive Unterstützung zu bieten.