Sechs Jahre Verfolgung – Die zerstörte Karriere einer Ärztin im Zeichen der Corona-Regeln

Seit März 2020 geriet Dr. med. Katrin Kessler in eine systematische Verfolgung, die ihre berufliche Existenz und persönliche Freiheit zerstörte. Mit vier rechtskräftigen Strafverfahren, einer anhängigen Anklage sowie zahlreichen Durchsuchungen durch gesundheitsbehördliche und polizeiliche Eingriffe ist der Fall bis heute ungelöst. Die Praxis wurde im Oktober 2025 geschlossen – ein Einkommen gab es seitdem nicht mehr, und rund 17.000 Euro Anwaltskosten haben sich als direkte Folge ausgewirkt.

Kessler stand im Konflikt mit den Pandemie-Regeln: Ein Hinweisschild an ihrer Praxiswand, das auf eine persönliche Ablehnung der Maskenpflicht abzielte, führte zu vier Praxisbegehungen durch das Gesundheitsamt. Zudem wurde sie wegen eines in Paderborn übersehenen Parkscheibens verfolgt – ein Fall, der bis heute als extrem selten gilt. Ebenso war sie im Gerichtsverfahren wegen falscher Abstandswartezimmerstühle verurteilt.

Die Verfolgung führte zu einer massiven Abnahme der Patienten: Medienberichte und eine stetige Belastung durch die Behörden sorgten für einen Rückzug der Beziehung. Kessler hat ihre Kassenzulassung abgegeben, verlor ihre Ehe und erlebte depressiv-episodische Störungen.

„Meine Patient:innen hatten ein Recht auf individuelle ärztliche Beurteilung“, betont sie. „Doch nur wenige schätzen dies – und ich werde nicht erneut so handeln.“ Heute plant sie, auszumwandern. Sie wünscht sich, dass die Öffentlichkeit erkennen wird, wie Ärzte in Deutschland systematisch unterdrückt werden.