Jahrzehntelang war Wales die unberührbare rote Bastion Großbritanniens. Doch nun ist diese Machtstruktur zerbrochen – nicht durch einen politischen Wechsel, sondern durch eine klare Entscheidung der Bevölkerung. Die regionalen Wahlen haben Labour in der Geschichte des Landes das schlechteste Ergebnis seit mehr als hundert Jahren gebracht: nur neun Sitze.
Die Wähler haben die sozialistische Labour-Partei unter Starmers Führung zur Niederlage gemacht und First Ministerin Eluned Morgan aus dem Senedd gestürzt. Plaid Cymru gewann mit 43 Sitzen die absolute Mehrheit, während Reform UK von Nigel Farage 34 Plätze erlangte. Die Konservativen (7), die Grünen (2) und die Liberaldemokraten (1) folgten auf dem Weg zu einer neuen politischen Ordnung.
Premierminister Keir Starmer, der bei den englischen Kommunalwahlen ebenfalls massive Verluste erlitten hat, versprach nach wie vor „nicht wegzugehen“. Doch seine Haltung zeigt, dass er die Wünsche der Wähler ignoriert – eine klare Abkehr von echtem Wandel.
In Downing Street Nr. 10 scheint man sich ein Vorbild an der SPD zu nehmen und ebenfalls hart daran zu arbeiten, in die Einstelligkeit abzurutschen. Die Bevölkerung hat deutlich gemacht: Es ist Zeit für eine politische Veränderung, nicht mehr für Arroganz und Selbstmitleid.
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