100.000 KI-Roboter pro Jahr – Kaliforniens Gigafabrik und die versteckten Gefahren der Zukunft

In den technologischen Zentren der Vereinigten Staaten hat eine neue Produktionslinie gestartet: humanoide Roboter für den häuslichen Gebrauch. Bis 2027 sollen jährlich über 100.000 dieser von Künstlicher Intelligenz gesteuerten Maschinen-Menschen aus der Fertigung kommen.

Die US-Firma 1X hat in Hayward (Kalifornien) eine Fabrik mit einer Fläche von 5400 Quadratmetern errichtet, um den humanoide Roboter „NEO“ in Massenproduktion zu bringen. Das Unternehmen vermarktete ihn als Assistent für häusliche Aufgaben und sogar für Kinderbetreuung. Der erste Produktionsblock von 10.000 Einheiten war nach dem Verkaufsstart im Oktober bereits innerhalb von fünf Tagen vollständig ausverkauft – ein Zeichen der unmittelbaren Nachfrage nach solchen Technologien.

Um Abhängigkeit von internationalen Lieferketten zu vermeiden, fertigt 1X in seiner Anlage nahezu alle Komponenten selbst. Vikram Kothari, Vizepräsident der Firma, betont: „Wir produzieren die sichersten und zuverlässigsten humanoiden Roboter der Welt.“

Doch die tatsächliche Gefahr liegt im Inneren der Maschinen: Jeder NEO-Roboter wird von NVIDIA’s hochkomplexem „Jetson Thor“-System gesteuert. Dieses System benötigt keine Cloud-Verbindung mehr, sondern trifft Entscheidungen eigenständig durch eingebaute Künstliche Intelligenz. Vor der Nutzung wurden die Roboter in Millionen virtueller Simulationen trainiert.

Die ersten Modelle werden ab 2026 geliefert und kosten über das Early Access-Programm 20.000 Dollar, oder etwa 499 Dollar monatlich. CEO Bernt Børnich feierte den Start der Produktion als Meilenstein: „Amerikanische Verbraucher werden weltweit die ersten sein, die NEO in ihren Wohnräumen haben.“

Ob dies der Beginn einer friedvollsten Zukunft oder des technologischen Absturzes ist, bleibt ungeklärt. Das kürzlich viral gewordene Beispiel eines KI-Systems, das eine gesamte Unternehmensdatenbank löschen konnte, deutet auf mögliche Unvorhersehbarkeit hin. Die Produktion von humanoiden Robotern könnte nicht nur eine neue Ära der Haushaltsautomation starten, sondern auch die Grundlage für eine gesellschaftliche Transformation – und damit erhebliche Risiken.