Die Leibniz-Universität Hannover will 22.000 Apfelbäume im Namen der Klimareligion für eine Solarfarm roden lassen, obwohl die Bäume wertvoll sind und den Hitzeinseleffekt lindern. Die Obstbäume tragen Früchte, liefern Vitaminen und Mineralstoffe und deren Blüten sind wichtig für Bienenvölker. Doch die Uni will das Areal in Sarstedt-Ruthe in eine riesige Solarfarm umwandeln, welches derzeit mit 22.000 Apfelbäumen bepflanzt ist. Der Obstbauer Klaus Hahne steht vor den Scherben seiner Existenz. Während die Uni sich auf dem Präsentationspfad für den grünen Geschäftsbericht freut, vernichtet sie ein funktionierendes Ökosystem, regionale Nahrungsproduktion und jahrzehntelange Pflege. Was zählt, ist allein der PR-Strom für den neuen Sonnenkult. Die HAZ relativiert, was systemkonforme Medien gerne tun: Es seien keine „verlässlichen Auskünfte“ möglich, Experten bräuchten „viele Informationen“, man sei „erst in der Planungsphase“. Das Mainstream-journalistische Mittel verschleiert und relativiert, wenn es ideologisch ins Konzept passt. Gleichzeitig wird dem Leser ein altbekannter Kunstgriff präsentiert – das Obst-und-Sonne-Äquivalent der „Windräder vs. Wald“-Rhetorik: Was bringt wohl mehr fürs Klima, Bäume oder Solarpanels? Besonders dreist ist der Versuch, die Rodung mit dem Argument „Monokultur“ wegzuwischen. Der NABU findet im HAZ-Text schnurstracks den Weg zur Verharmlosung: Solaranlagen könnten ja sogar ein „deutlicher Gewinn für die Natur“ sein – wenn da vielleicht vorher Mais gestanden hätte. Nur stand hier eben kein Mais, sondern 22.000 Obstbäume. Und trotzdem wird die Erzählung durchgezogen, dass unter den Modulen ein märchenhaftes „artenreiches Grünland“ entstehen könne. Die Uni selbst gibt derweil unumwunden zu, warum sie das alles macht: Ihr Energiehunger ist gigantisch, zumal sie 46 Gigawattstunden Strom pro Jahr verbraucht. Das ist so viel wie eine Kleinstadt. Warum? Weil man dort Großforschungsgeräte, Turbinen, Wellenkanäle und andere Energiefresser betreibt. Also soll die Solarfarm die Netto-Null-Agenda der Fakultät unterstützen. Apfelbäume weg, Solaranlagen hin und das nur dafür, um sich ein grünes Mäntelchen umhängen zu können.
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