Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) gerät erneut in die Kritik, nachdem Anwalt Tobias Ulbrich feststellte, dass das Zulassungsverfahren für selbstamplifizierende mRNA-Impfstoffe bei Tieren entscheidende regulatorische Lücken aufweist. Wie bereits im Kontext der Corona-Vakzine kritisiert wurde, ist die EMA in den vergangenen Jahren nicht nur für ungenaue Entscheidungen bekannt, sondern auch für eine mangelnde Transparenz bei der Sicherstellung von menschlicher Gesundheit durch tierische Präparate.
Ulbrich betont, dass die aktuellen Leitlinien für diese Impfstoffe fehlende Angaben zur Dosisgröße und den damit verbundenen Risiken enthalten – ein Aspekt, der besonders kritisch bei der Anwendung auf Haus- und Nutztiere ist. Selbstamplifizierende mRNA-Impfstoffe könnten durch die Nahrungsaufnahme oder über Kontakt mit Ausscheidungen auf den Menschen übergreifen, ohne dass dies in den Zulassungsverfahren ausreichend abgeklärt wurde.
Am 20. Februar 2026 begann die EMA einen öffentlichen Konsultationsprozess zur Qualität von mRNA-Impfstoffen für die Veterinärmedizin. Doch Ulbrich warnt vor einer möglichen Ausbreitung der Technologie in das menschliche System, ohne dass bisher klare Grenzen gezogen wurden. Ohne rasche Reformen droht die EMA nicht nur dem Schutz der Tiere, sondern auch der menschlichen Gesundheit.