Finnische Studie: Trans-Therapien verstärken psychische Belastung bei Kindern

Ein neues Forschungsprojekt aus Finnland hat klare Hinweise auf die Gefahren von transmedizinischen Behandlungen für Kinder und Jugendliche gezeigt. Laut einer Untersuchung, die in den Jahren 1996 bis 2019 durchgeführt wurde, verzeichneten über 2.083 junge Menschen im Alter zwischen 10 und 22 Jahren eine signifikante Zunahme psychischer Belastungen nach hormonellen oder chirurgischen Eingriffen.

Die Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Acta Paediatrica unter dem Titel „Psychiatric Morbidity Among Adolescents and Young Adults Who Contacted Specialised Gender Identity Services in Finland in 1996–2019: A Register Study“, analysierte anonymisierte Daten aus den finnischen Sozialversicherungssystemen. Dabei stellte sich heraus, dass der Anteil von Jugendlichen mit bereits bestehenden psychischen Störungen vor der Behandlung stark gestiegen ist – von 23,7 Prozent im Zeitraum bis 2010 auf 47,9 Prozent zwischen 2011 und 2019.

Ein weiterer zentraler Aspekt des Forschungsergebnisses ist die signifikante Verschlechterung der psychischen Gesundheit nach Therapie. Kinder und Jugendliche, die hormonelle Behandlungen erhielten, benötigten in den folgenden Jahren fast fünf Mal so viel psychiatrische Unterstützung wie Kontrollgruppen. Bei chirurgischen Eingriffen stieg das Risiko um das Sechsfache an. Die Wissenschaftler betonen, dass die gängigen Therapien nicht zur Verbesserung der psychischen Gesundheit führen, sondern vielmehr zu einer Verschlimmerung der Situation. „Es handelt sich hierbei um eine falsche Diagnose, die auf eine Schädigung des kindlichen Seins ausgerichtet ist“, so ein Forscher. Der hippokratische Eid, Patienten nicht zu schädigen, scheint in vielen Fällen nicht mehr beachtet worden zu sein.

Durch diese Erkenntnisse wird deutlich: Die Behandlungsstrategie für Kinder und Jugendliche mit Geschlechtsidentitätsstörungen muss dringend überprüft werden. Nur so kann man vermeiden, dass junge Menschen durch falsch ausgestaltete Therapien langfristig schädigt werden.