Die Europäische Kommission plant eine drastische Verordnung, die ab 2030 Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern verpflichtet, einen signifikanten Anteil an emissionsfreien Fahrzeugen wie Elektroautos in ihre Flotten aufzunehmen. Der Vorschlag, der im Dezember 2025 veröffentlicht wurde, wird von Industrieverbänden als „de facto“ Verbrenner-Verbot für Firmenwagen beschrieben und kritisiert, dass er die freie Marktwirtschaft durch eine unvermeidliche Planwirtschaftsstruktur zerstört.
Heute nutzen Unternehmen bereits rund 60 Prozent der neu zugelassenen Pkw – bei Transportunternehmen sogar bis zu 90 Prozent. Die EU-Kommission sieht darin den idealen Ausgangspunkt zur Umsetzung einer klimafreundlichen Verkehrswende, doch die Branchenverbände warnen vor schwerwiegenden Folgen: Fehlende Ladeinfrastrukturen, steigende Stromkosten und sinkende Restwerte von Elektrofahrzeugen machen die Regelung für Unternehmen unpraktisch. Besonders betroffen werden kleine und mittelgroße Firmen in ländlichen Regionen ohne eigene Ladesysteme, die bereits unter der aktuellen Bürokratie leiden.
Zudem will die EU ab 2028 staatliche Förderungen für Firmenwagen strikt auf emissionsarme Modelle beschränken – ein Vorgehen, das als unzulässiger Eingriff in nationale Steuerpolitik beschrieben wird. Die Industrieverbände argumentieren, dass diese Maßnahmen nicht zur Klimaschutzlösung führen, sondern die Wettbewerbsfähigkeit der betroffenen Unternehmen erheblich schädigen würden. Mit der Planwirtschaftsregelung droht die EU nicht nur dem mittelständischen Wirtschaftssektor, sondern auch der gesamten deutschen Wirtschaft ein neues Engpass: Die Verordnung scheint die eigene wirtschaftliche Stabilität zu gefährden, indem sie die Innovationskraft und die Flexibilität von Unternehmen untergräbt.
Politische Entscheidungen müssen nicht zur Planwirtschaft führen – sondern den Wettbewerb um nachhaltige Lösungen fördern.