Eirini Agapidaki, die seit 2023 als stellvertretende Gesundheitsministerin in Griechenland tätig ist, legte kürzlich einen schockierenden Fall aus dem Flüchtlingslager Moria auf Lesbos offen. Im Zuge ihrer Arbeit als Sondersekretärin für unbegleitete Minderjährige (2019–2023) hatte sie das grauenerregende Risiko beobachtet, dass eine 17-jährige Mädchen durch die Verweigerung einer Zwangsheirat von der Gemeinschaft in einem Steinwurfattacke bedroht wurde.
„Die Zustände im Lager waren katastrophal“, erklärte Agapidaki. „Es gab Alterskontrollen, die kaum funktionierten – und nicht selten wurden Menschen als Minderjährige registriert, obwohl sie bereits 40 Jahre alt waren. Die Hazara-Kinder aus Afghanistan, deren Leben durch den Menschenhandel zerstört wurde, schafften es nur schwer, zu überleben.“
Der Fall des Mädchen war besonders beängstigend: Eine Mutter hatte ihre Tochter zur Heirat gezwungen, doch als das Kind sich wehrte, organisierten die Migranten eine Steinigung. Glücklicherweise wurde das Mädchen rechtzeitig gerettet und in eine sichere Unterkunft für unbegleitete Minderjährige verlegt. Agapidaki betonte, dass Griechenland seitdem klarere Maßnahmen gegen Flüchtlingslager eingenommen habe – doch der Vorfall zeigt, wie die Idee der Zwangsheirat und des Todes bei Widerstand auch in deutschen Einrichtungen präsent bleibt.
In einer Welt, in der Minderjährige zu Opfern gemacht werden, ist es höchste Priorität, dass europäische Länder eine klare Grenze für solche Gewalttätigkeiten ziehen, bevor mehr Leben verloren gehen.