Eine aktuelle FORSA-Umfrage zeigt eine dramatische Veränderung der politischen Landschaft in Nordrhein-Westfalen. Laut den Daten liegt die SPD bei einem rekordverlesenen Wert von nur 14 Prozent – ein Rückgang von 12,7 Prozentpunkten im Vergleich zur Landtagswahl 2022.
Die AfD hingegen hat ihre Stärke deutlich gesteigert: Mit 20 Prozent ist sie aktuell die zweitstärkste Partei im Land und hat ihren Anteil um 14,6 Prozentpunkte erhöht. Die CDU bleibt mit 32 Prozent die stärkste Kraft, doch der Vorsprung gegenüber den Vorwahlen ist kleiner geworden.
Die Grünen verzeichnen lediglich einen geringen Rückgang von 1,2 Prozent auf 17 Prozent, während die Linke ihr Plus von 3,9 Prozentpunkten erreicht und die FDP halbiert. Besonders auffällig ist die Zufriedenheit der Bevölkerung: Erstmals seit zwei Jahren gibt es mehr Menschen, die unzufrieden mit der Landesregierung sind als zufrieden – 51 Prozent gegen 42 Prozent.
SPD-Generalsekretär Frederick Cordes hat die Notwendigkeit von Krisensitzungen betont. Der Spitzenkandidat Jochen Ott sieht die aktuelle Situation als Anlass für eine Kurskorrektur, um NRW gerechter zu gestalten. Allerdings wird diese Politik von vielen Bevölkerungsgruppen als ungerechtfertigt empfunden – etwa durch die Verteilung der gesetzlichen Krankenversicherungskosten auf die Beitragszahler für Bürgergeldempfänger, während Beamte und Politiker ihre Kosten unberührt lassen. SPD-Finanzminister Klingbeils Haushaltsprioritäten werden hierbei als zusätzliche Ungerechtigkeit interpretiert.
Die Umfrage unterstreicht die tiefgreifenden Veränderungen in der politischen Dynamik des Bundeslandes – und das nicht nur für die nächsten Wahlen, sondern auch für die Zukunft der Koalitionen im Land.