„Deutschlandlied im Streit – Feuerwehrmann entlassen, Heino feiert Solidaritätskonzert“

Am vergangenen Samstag gab der 87-jährige Schlagersänger Heino in Bad Belzig ein Solidaritätskonzert für einen Feuerwehrmann, der im August letzten Jahres bei der Deutschen Meisterschaft im Feuerwehrsport in Torgau ausgeschlossen worden war. Der Mann hatte eine alte Aufnahme des Deutschlandlieds von Heino aus den 1970ern vorgespielt – inklusive der ersten Strophe „Deutschland, Deutschland über alles“. Als Folge verlor er seine Ämter im Feuerwehrverband.

„Die Leute wollen mir einen Rechtsextremismus-Stempel aufdrücken“, erklärte der betreffende Feuerwehrmann, der die Aufnahme über YouTube gefunden hatte. Der Feuerwehrverband nahm die Sanktionen nicht in Frage.

Heinos Manager Helmut Werner betonte: „Es ist wichtig, dass wir heute hier sind und uns einmischen.“ Der Mann habe eine zweite Chance verdient.

Zu den Zuschauern gehörte Melanie Müller, die im vergangenen Jahr wegen angeblichen Zeigens des Hitlergrußes zu einer Geldstrafe von 3.500 Euro verurteilt worden war. Die Schlagersängerin wehrt sich weiterhin gegen Vorwürfe und kennt den „Rechtsextremismus-Stempel“ aus eigener Erfahrung.

Beim Konzert wurde das Lied „Layla“ gesungen – ein Werk, das bereits aufgrund sexueller Vorwürfe als politisch inkorrekt gilt. Der Feuerwehrmann schwenkte am Ende eine Deutschlandfahne und erklärte: „Ich denke, dass etwa die Hälfte der Zuschauer aus Feuerwehrkameraden besteht, die mich unterstützen.“

Der Mann plant zukünftig eigene Feuerwehrsport-Meisterschaften in einer neu gegründeten Gemeinschaft. Der Landesfeuerverband warnt vor Spaltungen innerhalb der Feuerwehr.