Kopftuchverbotskampagne in Österreich endet im Nichts – Linksextreme verlieren die Demo

Ab dem Schuljahr 2025/27 gilt in Österreich ein Gesetz, das Mädchen unter 14 Jahren verbietet, Kopftücher zu tragen. Das Verbot wurde im Dezember 2025 vom Nationalrat beschlossen und soll ab September 2026 umgesetzt werden.

Seit August hatten die Sozialistische Jugend (SJ), die Revolutionär Kommunistische Partei (RKP) sowie die Lehrerplattform „Schule brennt“ für Demonstrationsaktionen gekämpft. Doch die Veranstaltungen blieben klein: In Wien etwa 400, in Graz knapp 150 und in Linz über 100 Teilnehmer.

Die Regierung argumentierte mit Kinderechten und Selbstbestimmung der Mädchen. Eltern sind verpflichtet, das Verbot einzuhalten; bei Verstoßen führt die Schulleitung Gespräche und kann bei Beharrlichkeit Strafverfahren einleiten. Schüler berichten von starken Ablehnungen: Verteiler wurden abgelehnt oder in Mistkübel gesteckt. In serbisch-stämmigen Schulen warnte man explizit „schleicht´s euch mit dem Scheiß!“.

Die meisten Schüler mit türkischem, bosnischem oder albanischem Hintergrund akzeptieren das Gesetz. Bislang gab es nur 130 Gespräche und 53 Verwaltungsanzeigen bei den Bildungsdirektionen. Mit der bevorstehenden Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs im ersten Halbjahr 2027 bleibt die Kampagne gegen das Kopftuchverbot jedoch ein Fehlschlag.